Für die Arbeit eines jeden Radargerätes wirken drei grundlegende physikalische
Gesetzmäßigkeiten:
Bei einem Wetterradar hingegen wird das Echosignal auch in der Amplitude
gemessen. Diese Daten geben schließlich Aufschluss darüber, in welcher Intensität und in
welcher Konsistenz reflektierende Objekte im Beobachtungsraum existieren.

„Bright Band” - Probleme beziehen sich auf das vergleichende Reflexionsvermögen von
besonderen Objekttypen (in diesem Falle dem Niederschlag). Die Graphik
zeigt die verschiedenen Stufen des Niederschlags, wenn sie zur Bright Band- Wirkung führt.
Die Bezeichnung stammt noch aus der Zeit der Einfarben- Analog- Bildschirme, wo eine höhere
Reflektivität durch ein helleres Signal angezeigt wurde. Bei einem Vertikalschnitt durch
die Atmosphäre erscheint die Schmelzzone dann tatsächlich als ein helles Band.
| Reflektivität | Wetter - Objekte |
|---|---|
| größte Reflexion
schwächste Reflexion |
Boden-Echos Flugkörper nasser Hagel Regen nasser Schnee trockener Hagel trockener Schnee Niesel |
Reflektivität in Abhängigkeit vom Wetterobjekt
Je nach Art der anzuzeigenden Informationen können die Sichtgeräte eines Radargerätes
unterschiedlich arbeiten. Die einfachste Darstellung ist das analoge A-Scope,
vergleichbar mit der Anzeige auf einem Oscilloscope, mit einer Amplitudenauslenkung
(deflection modulation). Auf dieser Art Sichtgerät kann nur die Zielentfernung
(im Ausnahmefall noch die Kennung) angezeigt werden. Der Seitenwinkel muss auf einer
zusätzlichen Anzeige, welche mit der Antennendrehung gekoppelt ist, bereitgestellt werden.
Das A-Scope nutzt normalerweise eine Elektronenstrahlröhre zur Anzeige. Die Auslenkung wird
durch einen sägezahnförmigen Impuls an den horizontalen Ablenkplatten bewirkt. Die Läge
des Impulses (also die Dauer der Auslenkung) bestimmt den Maßstab für die Entfernung.
Eine bessere Übersicht als auf einem A-Scope erhält man auf einem PPI- Sichtgerät
(Plan Position Indicator). Hier kann neben der Entfernung auch der Seitenwinkel abgelesen
werden. Die Zielinformation wird durch Helligkeitsmodulation dargestellt.
Laut dem ARMY FOREIGN SCIENCE AND TECHNOLOGY CENTER WASHINGTON DC
wurde dieses System erstmals im Juni 1966 produziert.
| Technische Daten BWR - X 12 | |
|---|---|
| Sendefrequenz: | 9375 MHz |
| Oszilatorfrequenz: | 9340 MHz |
| Zwischenfrequenz: | 35 MHz |
| Bandbreite: | 1 MHz |
| Impulsfolgefrequenz: | 427 / 854 MHz |
| Elevation: | -2 / +20° |
| Antennenöffnungswinkel: | 20° |
| Bündelung horizontal: | 0,65° |
| Bündelung vertikal: | 1,75° |
| Bildschirm: | Ø 30 cm |
| Stromaufnahme: | 100 A |
| Hochspannung: | 12 KV |
| Betriebsspannung: | 115 V / 427 Hz |
| Impulsdauer: | 0,5 / 2 µsec |
| Wellenlänge: | l ~ 32 mm |
| Sendeleistung: | 40 KW |
| Impulsleistung: | 40 W |
| Empfängerempfindlichkeit: | 15 dB |
| Antennengewinn: | 43 dB |
| Drehzahl: | 6 U/min |
| Reichweite: | 300 km |
| Hersteller: | VEB Funkmechanik Leipzig |
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BWR-X12 - Antennensystem auf der Flugleitung in PEENEMÜNDE. Das Sichtgerät befand sich in der gedeckten Flugleitung, ca. 50-100m daneben. Auf der alten Flugleitung, in dem sich anfangs auch die FWW befand, ist noch der Stahlmast mit den Steigeisen zu sehen, auf dem sich der mechanische Böenschreiber von JUNKALOR befand, wo das Aufzeichnungsgerät sich senkrecht unter dem Windgeber befinden musste. Ganz rechts ist der Mast mit dem elektrischen Böenschreiber sichtbar. Historische Aufnahme von 1991 |
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Melde- und Beobachtungsturm auf der Insel Ruden,
gleichzeitig 5000m Punkt des FP Peenemünde. Historische Aufnahme von 1988 mit Antennenträger eines BWR-X12a Systems der Volksmarine. © Horst88-1 |
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TSR-1 - Antennensystem auf dem Dach der ehemaligen Flugleitung in PRESCHEN. Die Aufnahme entstand am 16.04.1994 anläßlich eines Treffens ehemaliger Flugmeteorologen. |
Die Abbildung rechts zeigt das Sichtgerät sowie das Steuerpult eines TSR-333 Systems.
Dieses System stellte eine transistorisierte Schiffsfunkmeßanlage für den Einsatz zur
Navigation, nautischen Sicherstellung der Schiffsführung und des Kollisionsschutz dar.
| Technische Daten TSR - 333 / 222 | |
|---|---|
| Wellenlänge: | l ~ 30 mm |
| Durchschnittsleistung: | Magnetronsender HMI-952 |
| Reichweite Strahler·Länge 222 mm: | 20 km |
| Reichweite Strahler·Länge 333 mm: | 70 km |
| Antenne: | Schlitzstrahler AS 2/3 inkl. Getriebe & Antrieb |
| Abstrahlung: | horizontale Bündelung < 1° |
| Stromversorgung: | statischer Umformer mit Drehstromvorsatz |
| Hersteller: | VEB Gerätewerk Leipzig |
Für das auf der AMS installierte System sind offenbar mehrere Entwicklungsphasen
zu verzeichnen. Bei dem System MRL-1 handelte es sich eigentlich um ein
Einkanal-Wetter-Primärradar, dessen Primärkanal in der Standardvariante
anfänglich mit einer Wellenlänge von
l = 32mm ausgerüstet war und welches unter der Bezeichnung
Wolke erstmalig 1966 gebaut worden ist.
Diese Bezeichnung ist insoweit sinnvoll, weil mit den verfügbaren Wellenlängen schon
kleintropfiger Niederschlag und auch Nebel, der allerdings nur mit einer Reichweite
in der Größenordnung 10..20 km, geortet werden konnte.
| Technische Daten MRL-1 | |
|---|---|
| Wellenlänge Kanal 1: | l ~ 8 mm |
| Wellenlänge Kanal 2: | l ~ 32 mm |
| Durchschnittsleistung: | 200 und 65 kW |
| Impulsbreite: | 1, 2 und 0,8 µs |
| Impulsfolge: | 300, 600 und 1125 Impulse/Sek |
| Reichweite Kanal 1: | 300 km |
| Reichweite Kanal 2: | 150 km |
| Parabolspiegel: | Ø 3 m |
| Stromversorgung: | 400 Hz über Frequenzumformer WPL-30 vom 50 Hz-Netz |
| Hersteller: | Radiowerk Gorki UdSSR |
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| Sichtgeräte einer P-12 » zur historischen Demonstration des 'Feeling's mittels einer ähnlichen Technik |
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Sichtgeräte eines Prototypen einer MRL-1 aus dem Jahr 1961 »
man beachte die Größen der Monitore zum vorigen Bild und dass zwischen beiden Aufnahmen ca. 30 Jahre technologische Entwicklung liegen |
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Aufnahme der AMS mit MRL-1 auf Hügel von 1992 vor der Demontage.
Mitte rechts ist die Leichtbau- unterkunft mit den Arbeits- und Aufenthaltsräumen zu sehen, darüber das Antennensystem des TSR-1 – Mustergerätes. |
| Technische Daten HWR-2 | |
|---|---|
| Wellenlänge: | l ~ 30 mm |
| Impulsbreite: | 1 µs |
| Taktfrequenz: | 1000 Hz |
| Reichweite: | 40 km |
| Parabolspiegel: | Ø 1.5 m |
| Hersteller: | EAW Treptow Berlin |
15.12.1970 bis 28.01.1971: Erster Beobachtungsdienst
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Panorama·Aufnahme der VS-14 mit AMS·Technik in der Bildmitte von 1991.
In der Bildmitte sind 2 Parabolspiegel zu sehen. Der rechte kleinere gehört zur MRL-1, der andere zur Höhenwind-Radar-Station HWR-2. Im Lagergebäude daneben befand sich u.a. das erforderliche HWR-2 Steuergerät sowie das umfangreiche MRL-1 Beobachtungsarchiv. Rechts ist die Ballonhalle zu sehen, links daneben ist die MRL-Antenne nochmals sichtbar. Das Panoramabild ist horizontal verzerrt |
Die Abbildung rechts zeigt die Antennenmontage der MRL-5 in ETBS mittels
eines INTERFLUG·Hubschraubers. Dazu wurde in der Zeitung »Neues Deutschland« vom
14.01.1986 unter dem Titel 'Ein Wetterkontrolleur unter rot-weißer Kuppel
· Neue Radaranlage für den Meteorologischen Dienst' berichtet:
| 7. Revision Dezember 2009 | ÷ horst88-1 » Details zu BWR-X12a |
| 6. Revision September 2009 | ÷ hg & fk » Details & Abbildungen |
| 5. Revision Juli 2009 | ÷ gb & hg |
| 4. Revision März 2009 | ÷ hja & fk |