Chronik des MD und seiner ZFWW

Inhalt

1. Zur Stunde NULL des meteorologischen Dienstes in den Luftstreitkräften der Nationalen Volksarmee der DDR 1952 » 1956

1.1 Anmerkungen zu markanten Personen und Episoden aus den Anfängen des MD der LSK/LV
1.2 Zur meteorologischen Sicherstellung der Hilfsführungsstelle 5 » HFS-5 / ZWGS-14
1.3 Einige allgemeine Bemerkungen zur meteorologischen Sicherstellung

2. Faktendarstellung 1950 » 1990

3. Darstellungen markanter Eckpunkte 1952 » 1994


1. Zur Stunde NULL des meteorologischen Dienstes in den Luftstreitkräften der Nationalen Volksarmee der DDR 1952 » 1956

Mit der Bildung des Referates z.b.V. am 31.10.1950 begann der Aufbau zukünftiger Luftstreitkräfte in der DDR. Es bestand zunächst nur aus 12 Personen. Mit der praktischen Formierung fliegender Verbände wurde 1952 begonnen. Nach sowjetischem Vorbild war dazu auch ein militärisch organisierter Flugwetterberatungsdienst erforderlich. Bereits im Referat z.b.V. fand sich dazu ein Strukturelement „Meteorologischer Dienst“.

Sein erster Leiter wurde noch in Berlin – Johannisthal Erich Neuber. Er hatte bereits vor 1945 flugmeteorologische Erfahrungen gesammelt und zeichnete sich außerdem durch ein gutes militärisches Auftreten aus. Der „Meteorologische Dienst“ war eine Stabsabteilung und dem Leiter für Ausbildung, Inspekteur Hans-Gustav Schröter, später direkt dem Chef des Stabes, unterstellt. Das entsprach den Erfahrungen der sowjetischen Luftstreitkräfte.

Zunächst wurde damit begonnen geeignetes Personal zu finden, was schon über gewisse meteorologische Vorkenntnisse verfügte. Es musste in relativ kurzer Zeit mit den Besonderheiten einer flugmeteorologischen Beratung bekannt gemacht werden. Parallel dazu waren meteorologisch interessierte freiwillige KVP–Angehörige für dieses Fachgebiet zu gewinnen und in einem folgenden Lehrgang an einer militärischen Lehreinrichtung für den Einsatz in den entstehenden Fliegertruppenteilen auszubilden.

Um schon nach einem Jahr Flugmeteorologen auf den damaligen Flugplätzen COTTBUS, BAUTZEN, KAMENZ und DREWITZ und einer ZENTRALE einsetzen zu können, wurde deshalb meteorologisches Personal, welches meist schon als Beamter in der Luftwaffe gedient hatte, eingestellt und ab Herbst 1952 in einem 1. Lehrgang konzentriert ausgebildet. Außerdem sollten sie die sich in der zweiten Gruppe befindlichen Abiturienten ohne meteorologische Erfahrungen im praktischen Flugbetriebs-Alltag einarbeiten und einsetzen. Die „Alten Herren“ wurden als Unterleutnant eingestellt und bereits mit Lehrgangsabschluss Ende 1953 noch in Pirna zum Leutnant befördert. Die 2. Gruppe hatte den Status von Offiziersschülern, die nach einjähriger Praxis Ende 1954 zum Unterleutnant ernannt wurden.

Der 1. Lehrgang wurden in einem Jahreskurs in Verantwortung von Dr. Brade ausgebildet. Das Lehrpersonal setzte sich zusammen aus: Ab Sommer 1953 kamen noch hinzu: In Pirna begann man auch mit der Ausbildung von Wettertechnikern und Funkern. Unterstützung erhielten Krämer und Peters dabei ztw. auch vom Lehrpersonal und den Teilnehmern der ersten Gruppe vom 1. Lehrgang. Hier besaßen die meisten gute Wetter- Grundkenntnisse.

So kamen u.a. Kuban und Tümmel (letzterer wurde zweimal über See abgeschossen und aus dem Wasser gerettet) von der sog. Wettererkundungsstaffel Südnorwegen (Stavanger). Dabei überwogen die Funker-Kenntnisse, auch Koppermann und Patries sowie Jaroschinski besaßen diesbezügliches Wissen.

Zur ersten Gruppe die auch für leitende Funktionen vorgesehen waren, gehörten: Zur zweiten Gruppe (den Abiturenten, mit einer Ausnahme*) gehörten: Damit war ab Ende 1953 die flugmeteorologische Sicherstellung der oben genannten Stationen mit ausgebildeten Meteorologen gewährleistet.

Es gab auch einen Zug von weiblichen VP-Angehörigen, die vorwiegend als Wetter- techniker ausgebildet wurden, ihr Zugführer war Ofw. Günter Krämer. (s.a. Anm. 8)

Es machte sich allerdings notwendig, zunächst einen weiteren 2. Lehrgang folgen zulassen - um über ausreichendes Personal für geplante neue Standorte zu verfügen. Dieser bestand zunächst aus etwa 45 Teilnehmern, die sich aber bis Ende 1953 auf etwa 25 reduzierten.

Mit der Ausbildung nahm man sich jedoch mehr Zeit. Er begann am 26.10.1952 in der VP-Dienststelle Pirna, wurde Anfang 1954 nach Kamenz verlegt und im Februar 1955 mit der Ernennung zum Unterleutnant abgeschlossen. Die verantwortlichen Ausbilder waren Buchwitz (Physik der Atmosphäre), Fojt (Synoptik) und Teich (Aerologie).

Dieser 2. Lehrgang setzte sich zur Abschlussprüfung zusammen aus:
Ernst Bergmann (Golem), Reiner Brunner, Werner Fricke, Manfred Gerlach (Charlie), Lothar Göhler, Manfred Heinrich, Guido Herzog, Günter Jungnickel, Günter Klemm (Stotsch), Siegmar Kühnert (Monte), Siegfried Lehmann, Herbert Lenz, Willi Neumann, Gotthold Päßler, Ernst Renner, Hans-Heinz Schoof, Dieter Schrön, Roland Sonnenberg, Heinz Spieler, Volkmar Stecklum, Alfred Voland und den 2 weiblichen Kursanten Christa George geb. Driesel und Christel Freund. geb. Just.

Die beiden weiblichen Kursanten wurden zur allgemeinen Überraschung nicht zum Offizier ernannt, weil man zum Teil berechtigte Bedenken zum harten Armeedienst hatte. Sie sollten zunächst mit einem Unteroffiziersdienstgrad eingesetzt werden, weigerten sich aber. Nach persönlichen Eingaben und Beschwerden bei Generalmajor Zorn und mit Unter- stützung eines sowjetischen Beraters gelang es, sie mit halbjähriger Verspätung doch noch zum Offizier zu befördern. Beide schieden dann allerdings auch bald wieder aus; eine arbeitete später ztw. als Zivilbeschäftigte im Flugwetterdienst und in anderen Bereichen.

Von den nicht bis zum Schluss Gebliebenen sind folgende Namen bekannt:
Bardoux, Däuble; Fröhlich, Fuhrmann Göschel, Kurt Heidecker, Hell, Huch, Jakob, Köhler, Nitschmann, Schmiel, Schreiber, Seifert, Weste, Wölbing, sowie die beiden weiblichen Kursanten Liane Kühn, geb. Frenzel und Christa Küsel, geb. Müller.

Da ständig neues meteorologisches Personal gebraucht wurde, bildete Major Dr. Brade nach 1955 noch zusätzlich einige fähige Wettertechniker zu Hilfsmeteorologen aus, die alle auch zum Offizier befördert wurden:
Dieter Gärtner (Rothenburg), Heinz Hösselbarth (Kamenz), Franz Ruppin (Peenemünde), Max Rückstieß (Preschen).

Darüber hinaus gab es später noch Stabsfeldwebel, die als Hilfsmeteorologen eingesetzt werden konnten wie:
Günther Elftmann (Neubrandenburg), Hans-Joachim Knußmann (ZFWW), Gerhard Sahre (Peenemünde), Dieter Reichel (Rothenburg), Heinz Woltersdorf (Bautzen) u. a.

H6A mit Notstromaggregat-Hänger in Tutow 1963 G5 × Vorderansicht     Abbildungen Copyright hg

Nach dem der Synoptiker – Lehrgang in Kamenz beendet wurde, erfolgte die geplante Nachwuchsausbildung nur noch durch die Universitäten in Leipzig und später in Berlin. Zu einer entsprechenden Ausbildung in der SU konnten zwei Teilnehmer aus der DDR delegiert werden: Johanna und Reiner Töppner.

Die Flugmeteorologen aus den ersten Lehrgängen ohne Hochschulabschluss erhielten ab 1966 die Möglichkeit an einer Ing. Schule in Dresden ein 5jähriges spezielles meteorologisches Fernstudium aufzunehmen. Im Zuge der Anpassung an bundesdeutsche Regelungen wurde dieses Studium nach 1990 auf Antrag als „Fachhochschulabschluss“ (FH) anerkannt.

1.1 Anmerkungen zu markanten Personen und Episoden aus den Anfängen des MD der LSK/LV

Anmerkung 1: Dr. Kurt Brade

Vom meteorologischen Personal der „ersten Stunde“ war zweifellos Dr. Kurt Brade derjenige mit den meisten flugmeteorlogischen Erfahrungen, diente er doch als Beamter bei der Luftwaffe bis 1945 bereits am Standort Cottbus! Er konnte perfekt Praxis und Theorie vereinigen. So gelang es ihm z. B. schon 1953 eine kleine „Praktische Wetterkunde“ (mit 126 Seiten) als erstes Unterrichtsmaterial für das Basiswissen der schnell auszubildenden Flugmeteorologen drucken zu lassen. Auf seine Veranlassung erfolgte auch die Beschaffung von met. Grundlagenliteratur, u.a. von Scherhag (Neue Methoden der Wetteranalyse und Wetterprognose (1948)), Raethjen (Dynamik der Zyklonen), Teich (Segelfliegergrundlagen).

Bei der Durchführung von flugtaktischen Übungen brachte er den diensthabenden Meteorologen nicht selten zum „Schwitzen“, wenn er plötzlich diesbezüglich vorbereitete Wetterkarten vorlegte, die diesen bei richtiger Interpretation zu Veränderungsvorschlägen für die Fortsetzung der Übung zwangen. Darüber hinaus gab es von ihm auch einen detaillierten Vorschlag[br], wie die meteorologische Sicherstellung im Ernstfall zu organisieren wäre und welche Probleme durch die dann fehlenden Wettermeldungen aus den westlichen Haupteinzugrichten gelöst werden müssten. Dies wurde meines Wissens auch den militärischen Vorgesetzten zur Kenntnis gebracht - ohne erkennbare Auswirkungen, da reine Ausbildungsfragen der Fliegerkräfte zunächst im Vordergrund standen.
Nach 1971 kam es übrigens auf der Grundlage einer Diplomarbeit über allgemeine nachrichtentechnische Probleme zu internen meteorologischen Übungen ohne West – Wettermeldungen.

Ob allerdings seine Fähigkeiten im schwierigen militärischen Entscheidungsdschungel realisierbar gewesen wären, wenn man ihn mit der Leitung des Meteorologischen Dienstes beauftragt hätte, sei dahingestellt.

[br]: Dr. K. Brade: „Aufgaben und Arbeitsweise des Meteorologischen Dienstes einer Jagdfliegerdivision während der Luftverteidigung unter Berücksichtigung der besonderen Lage der DDR und unter atomaren Bedingungen“, unveröffentlicht, vor 1961.

Anmerkung 2: Erich Neuber

Mit dem Aufbau eines Meteorologischen Dienstes bei den geplanten Luftstreitkräften der DDR wurde Mitte 1952 Diplom Meteorologe Erich N e u b e r beauftragt. Er erwarb sich seine flugmeteorologische Ausbildung noch vor 1945, wo er an der Universität Wien in einem Sonderstudium zur Deckung des Bedarfs der Luftwaffe ausgebildet wurde. Darüber hinaus zeichnete er sich durch energisches, lautes und selbstbewusstes Auftreten aus, so dass er für diese Leitungsfunktion durchaus als geeignet erschien und als Hauptmann eingestellt wurde.

Zunächst war er Einzelkämpfer beim organisatorischen Aufbau eines Meteorologischen Dienstes nach sowjetischen Vorbild, aber schon Ende 1953 wurde ihm der Zivilbeschäftigte Fritz Koppermann zur Lösung der umfangreichen materiell-technischen Aufgaben zugeteilt. Erich Neuber blieb bis 1960 als Major in dieser Funktion tätig, musste dann aber nach einem Treffen mit seinem West-Bruder aus sicherheitspolitischen Gründen entlassen werden. Er war danach im Meteorologischen Dienst der DDR in verschiedenen Leitungsfunktionen tätig, u.a. in Schwerin und an den Flugwetterwarten Berlin-Schönefeld und Dresden-Klotzsche, wo er großes Ansehen und Kompetenz besaß.

Ein Zeitzeuge berichtete u.a. über Neuber: Wenn anlässlich z.B. eines Appells, zu einem Feiertag und dergleichen das ganze Kommando Luftstreitkräfte angetreten war und es sollte alles klappen, zumindest bis zur Meldung an den Chef des Stabes bzw. dessen Vertreter, dann nahm man zum Antreten Erich Neuber mit seiner lauten militärischen Stimme. Hatte man später den kleinen Schock durch den Lautstimmigen überwunden, stellte man fest, dass er ein ganz prima Mensch und Vorgesetzter war. Da er immer auf Distanz zu uns ging und wir das voll akzeptierten, kann ich mich an keine unangenehmen Situationen erinnern. Er war wohl in der Truppe unbeliebt, weil er dauernd Versetzungen vorgenommen hat bzw. musste, denn jährlich entstanden neue Flugwetterwarten, die besetzt werden mussten.

Anmerkung 3: Fritz Koppermann

Zum ersten Personal der Stunde Null gehörte auch Fritz Koppermann; von Beruf Elektriker. Er wurde ursprünglich als Oberleutnant eingestellt, aber wegen seiner im 2. Weltkrieg erlittenen Beinamputation nur als Zivilangestellter übernommen und dem LMD unterstellt; er blieb für relativ lange Zeit dessen einziger Mitarbeiter. Er wurde Verantwortlicher für den organisatorischen und materiellen Aufbau aller Flugwetterwarten und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem Organisations-Genie, kannte bald alle Flugwetterwarten besser als der LMD und machte oft Unmögliches möglich.

Er konnte u.a. auch als Meteorologe arbeiten – hier kam ihm offensichtlich seine Zeit als Beamter beim Reichswetterdienst zu gute - aber ebenso einen Böenschreiber montieren (z. B. in Neubrandenburg). Er spielte bis in die 70er Jahre hinein eine hervorragende Rolle bei vielen Fragen, die für die Entwicklung und das Funktionieren des MD in den LSK unentbehrlich waren.

Leider führte sein Talent auch dazu, dass er später dienstliches und privates durcheinander brachte, was 1972 zu seiner Entlassung führte.

Anmerkung 4: Karl Jaroschinski

Zum ersten Flug-Meteorologen- Lehrgang in Pirna gehörte auch Karl Jaroschinski. Er kam von der Marine, wo er im 2. Weltkrieg auf einem U-Boot als Funker eingesetzt war. Später gelang es ihm, zu einer Küstenfunkstelle zu wechseln, wo die Überlebenschancen ungleich größer waren. Nach Lehrgangsende 1953 wurde er nach Cottbus zum Stab des Aeroklubs versetzt, wo er mit dem Aufbau einer internen Wetterwarte beauftragt war. Ihre Hauptaufgabe war neben der meteorologischen Beratung des Stabes der „Verwaltung des Aeroklubs“ die Sammlung und Weitergabe von Wetterbeobachtungen der bestehenden 3, später 4 ersten Flugplätze -Kamenz, Bautzen, Cottbus, Drewitz-.

Mit der Bildung des Kommandos der Luftstreitkräfte und dessen Verlegung 1956 nach Strausberg folgte auch die Stabswetterwarte als Zentrale Flugwetterwarte dorthin, die er bis 1969 leitete. 1966 war er zusammen mit Heinz K. und zivilen Vertretern in der UdSSR zur Einweisung in das Wetter-Verschlüsselungssystem „Koralle“.

Er war ein recht gutmütiger Vorgesetzter, der allerdings nicht sonderlich an der meteorologischen Beratertätigkeit interessiert war – ihm lagen mehr technisch-organisatorische Fragen, ohne sich dabei in den Vordergrund zu stellen. Ztw. verfiel er auch in den Marine-Jargon („Ausgang“ war bei ihm „Landgang“). Auch zeigte er uns, wie man z.B. im Bunker eine Metall-Leiter nach U-Bootart schnell und unfallfrei herunter zu steigen hatte. Ansonsten erfuhren seine Unterstellten kaum etwas von seiner Zeit vor 1945.

Mit seiner ruhigen Art konnte er anderen durchaus helfen, wenn diese irgendwelche – auch private – Probleme oder Sorgen hatten. Er sah sehr auf Disziplin und Ordnung. Nach seiner unfreiwilligen Entlassung war er beim Met. Dienst in Potsdam in einer Nebenfunktion tätig, später kehrte er an das Wetteramt nach Weimar zurück, von dem er ja ursprünglich zusammen mit Willi Köhler auch her kam. Seine Entlassung belastete ihm noch lange seelisch sehr.

Anmerkung 5: Walter Kuban

Walter Kuban gehörte auf Grund seiner Vorkenntnisse als Wettertechniker bei der Wehrmacht zum ersten Lehrgang, der in einem 9 - Monate Schnellkurs vor allem durch Dr. Brade und Dr. Götz für die Aufgaben eines Flugmeteorologen ausgebildet wurde. Er bekam Ende 1953 die Funktion des Leiters der Flugwetterwarte in Kamenz (10494). Der leidenschaftliche Wetter-Fanatiker Kuban wurde später als Oberstleutnant Leiter des MD an der OHS, bevor er seinem Kettenrauchen Tribut zollen musste und Ende 1970 an Krebs verstarb. Er war auf seinem Gebiet eine Legende unter den NVA – Flugmeteorologen der ersten Stunde.

Hier eine Episode zu seinen „Ausbildungsmethoden“:
Die Offiziere, die nach Abschluss des zweiten Meteorologen – Lehrganges im März 1955 an die Flugwetterwarte Kamenz versetzt wurden, lernten ihren neuen Vorgesetzten, Oberleutnant Walter Kuban als einen wortkargen und z.T. mürrischen, leicht intriganten Zeitgenossen kennen. Er war mit vollem Herzen Meteorologe und lebte für und mit dem Wetter. Trotz guter meteorologischer Grundlagenausbildung und auch praktischen Übungen an der Offiziersschule hielt es Kuban für zweckmäßig, dass die „Neuen“ sich erst einmal gründlich mit den Aufgaben eines Wettertechnikers vertraut machen sollten. Dies bedeutete Wetterkarten aller Art (u.a. sogenannte „Deutschlandkarten“, absolute und relative Topographien, Temps und Drucktendenzkarten usw.) zu zeichnen sowie Wetterbeobachtungen zu verschlüsseln und auch Höhenwindmessungen durchzuführen. Anschließend mussten alle so angefertigten Karten auch selber ausgewertet und die daraus abgeleiteten Flugwetter–Vorhersagen in schriftlicher Form zusammengefasst werden.

Welche hohen Anforderungen Kuban an die neuen Mitarbeiter stellte zeigte ein Ereignis, welches der Autor dieses Beitrages selbst erleben musste:
Infolge Krankheit fiel eine Wettertechniker der Nachtschicht (Beginn 00 UTC) aus und kein Ersatz war kurzfristig greifbar. Mir wurde befohlen, die 00h Europa – Ausschnitt – karte zu zeichnen, d.h. alle über Fernschreiber einlaufenden Meldungen einzutragen. Daneben musste noch jede Stunde eine Wetterbeobachtung gemacht und an die Zentrale gemeldet werden. Obwohl Kuban zusicherte, die meteorologische Sicherstellung der geplanten Flug-Frühschicht selbst zu übernehmen, erschien er zur festgesetzten Zeit nicht.

Was sollte ich tun?
Im Interesse der Sache wertete ich meine selbst gezeichneten Unterlagen aus – und führte die meteorologische Einweisung des fliegenden Personals wie geplant durch. Niemand fiel das Problem auf. Seelenruhig erschien der Leiter der FWW zu seiner gewohnten Zeit und fand es normal, über meine – wie ich fand – „tolle Leistung“ überhaupt kein Wort zu verlieren. Ich war natürlich frustriert über soviel Ignoranz. Er hatte eben mit zwischenmenschlichen Beziehungen so seine Probleme...

Allerdings war aus späterer Sicht diese harte Schule nur gut, ich selbst habe dabei richtig arbeiten gelernt, was mir später bei meiner Tätigkeit als Leiter einer Flugwettewarte doch sehr zustatten kam. Auch ich musste z.B. einen neuen Universitätsabsolventen vor seinem ersten Einsatz als Flugwetter-Meteorologe zunächst die dazu notwendigen Grundlagen seiner Arbeit beibringen. Er beherrschte zwar die Physik der Atmosphäre, konnte aber zunächst kaum eine Wetterkarte lesen und auswerten!

Der Diensthabende Meteorologe -DM- am Flugplatz Rothenburg erläutert vor dem Flugdienst-Beginn dem fliegenden Personal die Wetterlage. Im Hintergrund ist eine MiG-15 UTI mit der legendären Kennung „1“ sowie die „10“ zu erkennen. Die Personen auf dem Foto waren von links nach rechts: Tamm (FID), Fröhlicke (GS), Roscher (FID), Pietsch (Flugleiter an diesem Tag), Herzog (DM – man beachte den Wintermantel und die Wintermütze), Bartsch (Stabs-Chef im Geschwader) und Lätzer (in der Fliegerkombi, der den Wetterflug durchgeführt hatte) Historische Aufnahme aus dem Arbeitsraum des Flugmeteorologen in Rothenburg von ~1958. Man beachte, der Meteorologe vor der Wetterkarten-Wand trägt als Arbeitskleidung einen weißen Kittel! Dies war damals an einigen Stationen üblich und wurde vom BA-Dienst zur Verfügung gestellt. Sichtbar ist u. a. die sog. „Europakarte“, die in der Regel vom 06h UTC–Termin gezeichnet wurde. Hinter den Klemmleisten ist eine etwas ungewöhnliche Tapete zu erkennen. Die Baracke wurde vorher von der GSSD durch eine Einheit aus Welzow genutzt (IL-28)

Anmerkung 6: Rudi Merta

Rudi Merta gehörte zum ersten Synoptiker – Lehrgang in Pirna, der von Dr. Brade ausgebildet wurde. Er war eines der hoffnungsvollsten Talente der Abiturienten, was auch seine Delegierung von 1955 bis 1960 an die Universität in Leipzig (als einer der ersten uniformierten Studenten überhaupt) rechtfertigte.

Durch die Entlassung des bisherigen LMD, Erich Neuber, wurde diese Stelle 1960 kurzfristig mit Rudi Merta besetzt – ein sehr guter Entschluss. Unter seiner Ägide entwickelte sich der MD der LSK/LV zu einem leistungsfähigen Dienst, der seine Aufgaben bei der meteorologischen Sicherstellung fast aller NVA-Bereiche erfüllen konnte. Wichtig waren für ihn dabei auch eine kontinuierliche Nachwuchsförderung, denn diese sollte überwiegend von den dafür prädestinierten Universitäten kommen (Leipzig, später Berlin). Aber auch die neuesten technischen (mikroelektronischen) Entwicklungen und Tendenzen erkannte er mit einer großen Weitsicht und es gelang ihm, vieles perspektivisch in seine Planungen aufzunehmen – da ahnten viele Bereiche noch nichts von diesen Möglichkeiten. Seine begonnene Promotion, zusammen mit OSL Werner Dietrich kam u.a. auch aus gesundheitlichen Gründen leider nicht zu einem Abschluss.

Beinahe wäre seine Laufbahn als LMD bei den LSK/LV anders verlaufen. Anfang 1962 kam es auf Grund einer Beschwerde durch Dr. Mayerosch (schreibweise ?) von der Volksmarine an höchster Stelle über die fehlende Koordinierung zu Fragen der meteorologischen Sicherstellung innerhalb der Teilstreitkräfte der NVA zu einer Entscheidung. Es wurde beim MfNV eine (später so genannte) „zentrale Koordinierungsgruppe des MD der NVA“ [dv] gebildet. Ihr Leiter sollte zunächst Rudi Merta werden, da hierfür jedoch sehr gute russische (meteorologische) Sprachkenntnisse im internationalen Warschauer Vertragsbereich von Vorteil waren, fiel die Wahl auf Reiner Töppner, der 5 Jahre in Leningrad studiert hatte.

Einer seiner ersten Höhepunkte in der Funktion als LMD ergab sich 1965, als er kurzfristig zu einer Wettereinschätzung zum damaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR Walter Ulbricht befohlen wurde. Dieser hatte ein Einladung nach Ägypten erhalten, es war sein erster Staatsbesuch in das kapitalistische Ausland. Der geplante Flug nach Kairo war wegen der unklaren Freigabeprozeduren für DDR – Flugzeuge mit unplanbaren Risiken verbunden, so dass auch eine zeitaufwendigere Schiffsreise erwogen wurde.

An einem Sonnabend im Februar 1965 kam eine entsprechende Aufgabenstellung an den LMD, der sofort die ZFWW mit der Erarbeitung und Zusammenstellung der flugmeteorologisch relevanten Unterlagen beauftragte. Die dafür u.a. notwendige Europakarte wurde vom Autor dieses Beitrage ausgewertet.

Merta schilderte den weiteren Ablauf ungefähr so:
An einem vorher festgelegten Ort erfolgte in Berlin der Umstieg von dem NVA-PKW Wartburg in ein Fahrzeug mit neutralen Kennzeichen bis zum Staatsratsgebäude. Der Begleiter von Merta war offensichtlich der Chef des Personenschutzes, denn es öffneten sich alle Türen sofort, die Posten salutierten und ohne jegliche Personen- und Sachkontrolle wurden sie vom Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht in seinem Arbeitszimmer ohne Zeitverzug empfangen.

Der LMD erläuterte die meteorologischen Bedingungen für die geplante Flugstrecke zum genannten Zeitpunkt. Es folgten noch einige Fragen vom zu erwartenden Klima in einer sehr sachlichen Atmosphäre. Damit war das Gespräch mit einem freundlichen Händedruck beendet und die Rückfahrt erfolgte ebenso problemlos. Oberst Merta bewahrte diese Wetterkarte noch lange als Relikt eines historischen Kontaktes auf.

Der Besuch in Ägypten musste dann vorsichtshalber in 2 Etappen durchgeführt werden. Am 21.02.1965 flog die Delegation nach Dubrovnik, wo in die „Völkerfreundschaft“ umgestiegen wurde. Die Rückreise am 05. 03.1965 erfolgte zunächst wieder mit dem Schiff und der Abholung in Dubrovnik mit einer IL 18.

Aus diesem Ereignis entwickelte sich eine außerordentlich hohe Wertschätzung des MD der LSK/LV. Sie zeigte sich u. a. auch darin, dass alle Flüge der Partei- Staats- und Armeeführung nur noch durch die ZFWW als flugmeteorologisches operatives Leitorgan des LMD wettermäßig auf ihre Durchführbarkeit eingeschätzt und beraten wurden. Auch bei staatlichen Feiertagen und anderen gesellschaftlichen Höhepunkten wurde diese Praxis angewandt.

Eine Erkrankung führte 1982 zu seiner Entlassung aus dem militärischen Dienst, er blieb aber dem MD als ziviler Sachbearbeiter noch bis 1990 erhalten, 02/1993 verstarb er an den Folgen seiner gesundheitlichen Probleme.

[DV]: siehe dazu ORDNUNG 046/9/12 vom 24. Mai 1984

Anmerkung 7: Personalwerbung 1954

Ende 1953 zeichnete sich ab, dass die Teilnehmer des 2. Lehrgangs in Kamenz infolge von einigen unplanmäßigen Abgängen nicht ausreichten, um alle erforderlichen Planstellen an neuen Standorten zu besetzen – so kam es zur kurzfristigen Suche nach Abiturienten, die Interesse für die Flugmeteorologie zeigten und eventuell in den laufenden Lehrgang an der Offiziersschule noch einsteigen konnten.

So stellte im Januar 1954 der Leiter des Meteorologischen Dienstes Neuber in der Dienststelle Cottbus beim Passieren der Wache fest, dass neue Wachsoldaten eingetroffen waren. Er bat einen von ihnen, er soll doch mal im Kameradenkreis nachfragen, ob Abiturienten dabei wären, die eventuell Interesse für Meteorologie hätten. Und tatsächlich, es fanden sich in der Wachkompanie zwei, die zumindest auf diese Weise hofften, dem Wachdienst zu entkommen. Nach einer Besichtigung und Kurzinformation durch Jaroschinski in der Zentralen Flugwetterwarte in Cottbus, die damals noch im Kasernenbereich der 1. Luftwaffendivision untergebracht war, unterschrieben diese beiden die Unterlagen für die Delegierung an den seit Ende 1952 laufenden Lehrgang an der Offiziers-schule. Es dauerte allerdings noch bis Mitte Mai, dann lag die Zustimmung der Kaderabteilung vor. Beide schafften es, den versäumten Unterrichtsstoff im Wesentlichen nach zu holen und bestanden die Abschlussprüfung Anfang 1955 und wurden zum Unterleutnant ernannt.

Anmerkung 8: Der 1. Zug von Frauen in Uniform

1952 kam es zu einer verstärkten Werbung von Freiwilligen für die Kasernierte Volkspolizei. Dabei entstand ein Novum – es wurden auch Frauen geworben. So entstand ein Zug von weiblichen Soldaten – offensichtlich nach sowjetischen Vorbild. Sie wurden in der Dienststelle Pirna in der Kaserne auf dem Sonnenstein vor allem zu Wettertechnikern ausgebildet.

Am 29. September 1952 erhielt der damalige Polizeimeister Günter Krämer[kr] den Auftrag, in Dresden auf dem Altmarkt neue Soldaten mit einem LKW abzuholen. Zu seinem größten Erstaunen musste er feststellen, dass es sich ausnahmslos um junge Frauen handelte, denen er dort auf den LKW helfen musste! Er wurde dann als ihr Zugführer eingesetzt. Zunächst erfolgte eine militärische Grundausbildung mit Exerzieren, militärischer Taktik, Dienstsport und Schießausbildung (Karabiner 98k und Pistole 08 und P38).

Erschwert wurde der Anfang auch dadurch, dass für die meisten keine Uniformen vorhanden waren. Man behalf sich zunächst mit blauen Mechaniker-Overallen. Die Frauen wurden auch regelmäßig zum Wachdienst eingesetzt – es gab keine besonderen Privilegien für sie, außer dass die militärische Grundausbildung nicht in aller Öffentlichkeit der Kasernenanlage durchgeführt wurde, sondern z.T. auf entlegenen Elbwiesen. Nach Abschluss der militärischen Grundausbildung erfolgte die vorgesehene Spezialausbildung zum Wettertechniker, die Ende 1954 mit der Beförderung zum Unteroffizier endete. Selbstverständlich gab es einige Ausfälle, so dass nur ca. 50% einsetzbar waren, einige kamen auch in andere Dienststellungen (meist im Stab).

Bemerkenswert: für die relativ wenigen weiblichen Angehörigen der KVP und später auch in der NVA war in der Bekleidungsordnung nur Röcke vorgesehen, keine langen Hosen! Und 1954/55 mussten u.a. sogar die Ausgangsuniformen maßangefertigt werden.

[kr]: Krämer, Günter, seit Ende 1948 bei der KVP, 1952 Polizeimeister (Oberfeldwebel), später Offiziersschule, bis zum Ende der NVA 1990 als OSL im Kdo LSK/LV.

Eine Augenzeugin schildert ihren Eintritt in die KVP (VP-Luft) so:
Ich war in der FDJ-Leitung des VEB Zeiss – Ikon u. a. auch zur Werbung junger Männer für einen dreijährigen freiwilligen Dienst in der Kasernierten Volkspolizei eingesetzt. Einer, der nicht gerade begeistert von dieser Aktion war fragte provozierend, ob ich mich eigentlich schon beworben hätte? Dass auch Frauen dafür in Frage kommen könnten, war mir bis dahin überhaupt nicht in den Sinn gekommen. Dies war Anlass, einen diesbezüglichen Antrag zu stellen – in der naiven Überzeugung, dass man mich sowieso nicht nehmen würde. Ich hatte die Bewerbung schon fast vergessen, als ein Telegramm eintraf mit der Aufforderung am 29. September 1952 zu einem Stellplatz in der Dresdener Innenstadt zu kommen.

Zu meiner Verblüffung stellte ich erst dort fest, dass ich angenommen war und sofort auf einen LKW mit noch ca. 20 anderen Mädchen nach Pirna in eine KVP - Dienststelle auf dem Sonnenstein fahren sollte – was für mich so schnell und vollkommen unvorbereitet natürlich nicht in Frage kam. Nach der Abmeldung und Verabschiedung in meinem Betrieb meldete ich mich erst am 1. Oktober in Pirna. Bei einer ärztlichen Tauglichkeitsuntersuchung, die in der Kaserne erfolgte, stellte man ein Augenproblem fest. Dies hatte eine zweimalige Überweisung in die Augenklinik Dresden zur Folge. Ich verlor dadurch zwar 2 bis 3 Monate in der Ausbildung, was jedoch kein Grund war, mich zu entlassen womit ich eigentlich rechnete. Nach erfolgreicher Ausbildung zum Wettertechniker und der Ernennung zum Unteroffizier Ende 1953 erfolgte die Versetzung zur Lehrwetterwarte an der Offiziersschule Kamenz und danach auf dem Flugplatz. Später kam es aus gesundheitlichen Gründen zu einem Wechsel in die Stabs-Nachrichtenzentrale. Es folgten Versetzungen nach Brandenburg und Rothenburg. 1958 schied ich mit dem Dienstgrad Feldwebel aus familiären Gründen aus der NVA aus.

Anmerkung 9: Zur Entwicklung der ZFWW bis 1956 / 57

Die Einrichtung von Flugwetterwarten an den Standorten Kamenz, Bautzen, Cottbus und Drewitz war im Herbst 1953 im Wesentlichen abgeschlossen. Als die Verwaltung der VP-Luft im Herbst des gleichen Jahres von Berlin-Johannisthal an den Standort Cottbus erfolgte, kam es dort zum Aufbau einer meteorologischen Institution, die für die spezielle Wetterberatung des entstehenden Führungs- und Leitungssystems erforderlich war. Mit der Führung dieser Einrichtung wurde Karl Jaroschinski beauftragt.

Die theoretisch – organisatorische Vorarbeit leistete von der Grundidee Erich Neuber nach deutschen und sowjetischen Erfahrungen. Sein wichtigster Helfer dabei war der Zivilbeschäftigte Fritz Koppermann – zuständig für alle materiellen Belange, selbstverständlich in enger Zusammenarbeit mit den entstehenden anderen militärischen Bereichen. Zwangsläufig entstand eine enge Koordination mit dem Meteorologischen Dienst der DDR in Potsdam – vor allem auf Nachrichtengebiet und relevanten zivilen Einrichtungen. Damit begann auf diesen Grundlagen die Geschichte der Zentralen Flugwetterwarte -ZFWW- mit ihrer Verantwortung im Gesamtsystem der NVA und natürlich vor allem den Luftstreitkräften.

Nach Abschluss des 2. Synoptiker – Lehrganges im Februar 1955 kam ein Teil der jungen Offiziere u.a. auch nach Cottbus an die Zentrale, die sich räumlich in der Nähe der FWW des 1. Fliegeregimentes befand.

Die ZFWW erhielt die Kennziffer 10491, später in Strausberg bzw. Fürstenwalde war es die 09391. Die Kennziffer 491 wurde der Divisionswetterwarte in Kolkwitz nach deren Entstehen zugeordnet. Die Hilfsführungsstelle (HFS-5) im Kdo. LSK/LV arbeitete mit der Kennung 09799.

Übrigens: Der Begriff „Zentrale Flugwetterwarte“ -ZFWW- wurde offiziell mit dem RAWET 17/91 vom 05.04.1991 in „Geophysikalische Beratungsstelle Kdo 5. LwDiv“ geändert. Ab gleichen Zeitpunkt hieß die bisherige „Wetterinformationszentrale“ -WIZ- jetzt „Datenleitstelle Ost“. Am 30.03.1994, 12:00 UTC stellte die ZFWW in Fürstenwalde ihre Tätigkeit endgültig ein. Alle Mitarbeiter erhielten die Chance zur Weiterbeschäftigung – allerdings an anderen Standorten.

Zum Dienstablauf:
Die Station war ständig durch Wettertechniker und einem Meteorologen besetzt. Der „Meteorologe vom Dienst“ (MvD) arbeitete in 2 Schichten von 07:30 – 16:30 und von 16:30 – 07:30h. Im Nachtdienst konnte er teilweise schlafen und fing dann ab 03:00h mit dem Aufarbeiten des vorliegenden Materials an. Gegen 08:00h war dann beim „General“ eine allgemeine Wetterauskunft mit flugmeteorologischen Aspekten zu geben. Diese wurde in der Regel vom LMD Neuber gegeben, der sich nach kurzer Einweisung durch den Diensthabenden Meteorologen (DM) - wie er umbenannt wurde, um Verwechslungen mit dem Mechaniker vom Dienst auszuschließen – mit der Karte in großer Eile auf den Weg machte. Ansprechpartner waren in der Regel die Generäle Keßler und Zorn, bei deren Abwesenheit auch Oberst Lewis-Litzmann oder Wilpert u.a. Die hier geschilderten Prozeduren setzten sich im Prinzip im späteren Kdo LSK/LV bis 1990 fort.
Zum Kartenmaterial:
Europakarte 00 und 06 h, Temp Berlin-Tempelhof als Vergleichskurve auf großem Blatt von 03h (die damaligen Aufstiegszeiten waren 03 und 15 UTC), die absolute Topographie 500 mb (Abtop) und die relative Topographie 500/1000 mb (Retop) mit den Temperaturen und Taupunkten der 500er. Später wurde noch die 850er eingeführt, ebenfalls mit Temperaturen und Taupunkt. Die Höhenkarten zeichneten die Meteorologen, die Bodenwetterkarten sowie dreistündige Drucktendenzen Karten die Wettertechniker.
Wetterbeobachtungen und Verbreitung:
Sie wurden seinerzeit von 04 bis 19 h MEZ durchgeführt, alle Termine nach dem SYNOP – Code. In der 491 gab es zunächst so einen 10-Klappenschrank. Zur festgelegten Zeit X+3 (der Druck wurde ja genau zur vollen Stunde abgelesen und musste in Millibar umgerechnet werden) wurde gesteckt. Und wenn sich alle gemeldet hatten, hieß es „92 fängt an“. Dann hat jeder sein Wetter „runter gerasselt“, und alle schrieben in ein Journal mit. Nachdem noch einige Nachfragen erfolgten, wurde in Wünsdorf angeklingelt und die Meldungen (natürlich in russisch) durchgegeben. Wenn die Techniker gerade beim Kartenzeichnen waren, bediente manches mal auch der Meteorologe die Vermittlung.
Zeitungswetterbericht:
Für den „Kämpfer“, Vorgänger der „Volksarmee“ wurde jeden Dienstag und Freitag nachmittags für die folgenden 3 bis 4 Tage eine Vorhersage gewagt, dies blieb aber nur eine kurze Episode.
Übungen:
Zwischen 1955 und 1957 wurden auch einige Übungen feldmäßig durch die 491 sichergestellt. So z.B. vom 15.–22.10.1955 nach Tutow und Eggesin mit H-6 Wetterbus und Wetterfunkbetrieb. Leiter der Übung war Oberst Lewis-Litzmann. Bis Demmin erfolgte der Transport mit der Bahn. Vom 31.08.- 08.09.1956 gab es eine große Kommando-Stabsübung in Prora. Ebenfalls Bahntransport bis Demmin, dann Kfz-Marsch bis Tutow, später weiter bis Prora.


Historische Aufnahmen aus dem U-2 des Kommando LSK / LV von ~1975 »

links: Major Ambrozy erläutert dem Diensthabenden ZGS OSL Hoffmann an Hand von Satelliten Fotos die Großwetterlage. Aufnahme aus dem Führungsraum des ZGS-14.

oben: Arbeitsplatz des DM an der ZFWW vor der Verlegung ins FBZ; man beachte die Gardinen und ein Fenster, ein Luxus, auf den man später natürlich verzichten musste!

1.2 Zur meteorologischen Sicherstellung der Hilfsführungsstelle 5 » HFS-5 / ZWGS-14

Parallel mit der Verlegung des ZGS nach Fürstenwalde wurde am 01.11.1978 die sogenannte Hilfsführungsstelle (HFS-5) im Kommando LSK/LV in Betrieb genommen. Sie befand sich unmittelbar neben dem Stabshauptgebäude in einem dafür modifizierten Flugzeug-Shelter, der als Halb-Bunker ca. 3 m in das Erdreich eingelassen und aus Tarnungsgründen mit einer Gras- und Baumbepflanzung abgedeckt worden war.

  Erdhügel der HFS-5 Ende 1990 von Stabsgebäudeseite aus gesehen, weitere Abbildungen dazu weiter unten im II.Teil bzw. in Ansichten » Kdo. LSK / LV

Damit war es möglich, dass bei unklaren Luftlagen die wichtigsten Entscheidungsträger aus der Führungsebene von einer zentralen Stelle aus schnell entsprechend notwendige Maßnahmen veranlassen konnten – dies war ja durch die Verlegung des ZGS nicht mehr direkt möglich. Prophylaktisch gab es in der HFS auch einen Arbeitsraum für den meteorologischen Dienst, in dem die Vorbereitung auf die tägliche Cheflagenauskunft statt fand. Er war mit allen notwendigen Nachrichten-verbindungen einschließlich Funkempfängern ausgestattet. Der für die Cheflage verantwortliche Meteorologe übertrug auf entsprechende Folien – Vordrucke, die von der ZFWW durch Faks gesendeten Angaben zur Wetterlage sowie klassifizierte Wetterschwellenwerte auf eine Raum- und Zeitskala (1. und 3. LVD, sowie OHS) einschließlich angrenzender West- und Ostgebiete.

Da die Leitung des MD lange Zeit nur aus 2 Offizieren bestand, war die tägliche Sicherstellung der Cheflage sowie von gelegentlichen Sonderaufgaben ztw. ein größeres personelles Problem. Diese Engpässe traten früher nicht auf, da die Cheflage und andere fachlichen Auskünfte in diesen Fällen durch den DM der ZFWW in der Dienststelle des Kommandos gegeben wurden. Um solche Schwierigkeiten zu vermeiden, musste zunächst gelegentlich, dann ab 01.12.1981 ein Meteorologe vom ZGS Fürstenwalde nach Strausberg kommandiert werden. Später wurde dieser dann in die Abteilung MD versetzt. Er bekam zusätzlich noch ornithologische Sonderaufgaben übertragen, außerdem war er für meteorologische Schlüsselfragen und nachrichtendienstliche Belange (Sendepläne usw.) verantwortlich gemacht worden. Später wurde auch noch eine zivile Diplom-Meteorologin vom ZGS an die HFS-5 kommandiert (Uta G.). Ihre Aufgabe war die Erstellung von Mittelfrist - Vorhersagen auf der Basis numerischer Vorhersagen, die internationale Wetterzentralen über Funk veröffentlichten. Auch die ornithologischen Tagesanalysen und Vorhersagen hatte sie vom ILN einzuholen und für die Einsteuerung in das FWN-2 vorzubereiten.

Im unteren Bereich des Bunkers befand sich u. a. ein Vorbereitungsraum für den jeweiligen HFS-Diensthabenden und seiner Mitarbeiter, eine Nachrichtenbetriebszentrale, das Zimmer für den verantwortlichen CL-Meteorologen sowie sanitäre Einrichtungen und Personalaufenthaltsräume. In der oberen Etage befand sich der Führungssaal wo die Lagebesprechung stattfand, dazu gehörte noch ein Vorbereitungsraum für die jeweiligen Diensthabenden der vortragenden Bereiche und Abteilungen sowie eine VS-Stelle.

Der Hauptzugang erfolgte über eine Treppe, es gab auch noch einen kleinen Tunnel, der direkt neben der Straße am Stabsgebäude begann und nur bei besonderen Anlässen geöffnet wurde. Ein Notausgang am anderen Ende dieser Anlage führte zum sog. „Raucherplatz“. Dort war auch ein kleines meteorologisches Messfeld mit Thermometern und Niederschlagsmesser errichtet worden. In unmittelbarer Nähe gab es einen Hubschrauber-Landeplatz mit 3 Stellflächen, die von den Heeresfliegern ztw. heute noch gelegentlich (auch nachts) angeflogen werden (2010).

Im Meteorologen-Arbeitszimmer befand sich neben der umfangreichen Nachrichtentechnik eine Windmessanlage, die die Werte vom Geber auf dem 66 m –Mast neben dem Nachrichtenbetriebsamt anzeigte. Diese war bereits seit dem 03.06.1967 in einer leicht illegalen und wagemutigen Aktion auf dem Geländer der oberen Abschlussplattform montiert und in Betrieb genommen worden. Dazu war es erforderlich, auf der Spitze des Mastes Bohrungen an zu bringen, um den Windgeber stabil zu befestigen. Da es damals noch keine akkubetriebenen Bohrmaschinen gab, wurde der erforderliche Strom mit einem ca. 80 m langen Kabel vom Stabsgebäude aus mit einem Seil nach oben auf die Plattform gezogen (Heinz K.+ hg). Die Messwerte gingen damals in das Zimmer des DM im U-2. Übrigens billigte Koppermann dieses Unternehmen, der an dem fraglichen Sonnabend Nachmittag von seiner Wohnung aus die Aktion mit dem Fernglas beobachtete. Die Geberelemente mussten im Laufe der Zeit mehrmals repariert bzw. ausgetauscht werden, denn Blitzschlag und Hagel deformierten z.B. das Windschalenkreuz. Am 24. September 1990 wurde das Gerät abgeschaltet und erst am 28.02.1994 erfolgte die Demontage vom Turm. Anschließend konnte die gesamte Anlage an Dr. Bernd Stiller für eine privat kommerzielle Nutzung übergeben werden.

Um im fensterlosen Meteorologen-Arbeitsraum wenigsten mit zu bekommen, wenn draußen Niederschlag fiel, entwickelte und baute der zivile Mitarbeiter Lothar G. einen Regensensor (NM-1). Seine Aufstellung erfolgte in der Nähe des Raucherplatzes, unmittelbar neben dem Regenmesser. Der Probebetrieb war relativ erfolgreich, nur bei Nieselregen gab es Informationsverzögerungen.

Das Windregistriergerät im Arbeitsraum des HFS-Meteorologen » Linke Seite: Windgeschwindigkeit (m/s), Mitte: mittlerer Windweg, Rechts: Windrichtung Das Anzeigegerät NM-1 eingebaut in einem EGS-Pult des HFS-Meteorologen Der Niederschlagsmelder NM-1 unmittelbar neben dem normalen Regenmesser bzw. Regenschreiber direkt neben dem Notausgang der HFS

Seit Januar 1982 wurde an der 09799 damit begonnen, einmal täglich Wetterbeobachtungen zu registrieren. Genaue Zeitrituale konnten dabei wegen Personalmangel natürlich nicht eingehalten werden – aber für einen groben Überblick genügte dies. Zwischenzeitlich gab es auch einige Unterbrechungen, fehlende Werte wurden vom Flugplatz Strausberg (09390) teilweise übernommen. Von 1982 bis Sommer 1990 gab es folgende Extremwerte:

Höchsttemperatur: 37,20 am 01.08.1983
Tiefsttemperatur: -22,30 am 12.01.1987, am Erdboden (5cm) –25,00
Höchste Windgeschwindigkeit: 40 m/s aus 320 Grad am 24.11.1984 (66m-Mast)
Größte Schneehöhe: 26 cm am 13.01.1987
Größte Niederschlagssumme: im Juli 1987 mit 165 l/m2

1.3 Einige allgemeine Bemerkungen zur meteorologischen Sicherstellung

Das regelmäßige Auftreten des MD in der Cheflage (CL) war zweifelsohne immer ein Höhepunkt, mit dem der DM an der ZFWW seinen 24-Stundendienst abschloss. Mit der Verlegung des ZGS Ende 1978 nach Fürstenwalde, zu dem die ZFWW als Gefechtsabschnitt VI (GA-VI) integriert worden war, musste der LMD (oder sein Vertreter) diese Aufgabe selbst übernehmen. Das war nicht einfach, denn er war ja nur der Übermittler der Vorhersage des DM an der ZFWW im FBZ. Die vor Dienstbeginn statt findende relativ kurze Einarbeitung war natürlich nicht so komplex, um auf alle ev. speziellen Wetterfragen fundiert zu antworten.

So kam es vor, dass der CLSK/LV zusätzliche Wünsche hatte, die u.U. durch die Wetterentwicklung entscheidend beeinflusst werden konnten. Dazu musste der LMD in der Regel bei ihm persönlich – was er vorzog – zu den Fakten melden. Hier entschied sich oft auch bereits eine Entscheidung über Durchführbarkeiten und Konsequenzen verschiedener Art. Kritisch wurde es immer dann, wenn im Gespräch noch zusätzliche Auskünfte gefordert wurden, wozu jedoch der LMD im Prinzip nicht so ohne weiteres in der Lage war – denn er beschäftigte sich naturgemäß im „Tagesgeschäft“ mit ganz anderen Stabsaufgaben.

Um dieses Dilemma zu minimieren, wurde dem LMD ab Ende 1981 ein Meteorologe zu geordnet, der sich im Tagesdienst mit der allgemeinen Wettersituation befasste. Das entsprechende Wetterauskünfte selbstverständlich in ihrer Grundaussage durch den DM an der ZFWW im FBZ Fürstenwalde erstellt wurden, war Voraussetzung.

Das der neue Mitarbeiter beim LMD zu anderen, sehr praktischen Zusatzaufgaben eingesetzt wurde, war ein sehr erwünschter Nebeneffekt bei der Bewältigung zur innern und äußeren Dienstorganisation des MD, die ja immer komplexer wurde. Dies hatte später auch eine Aufstockung durch weiteres Personal zur Folge. Neben dem LMD wurden die meisten Meldungen zur CL von OSL Herzog (41%) durchgeführt.

Das Auftreten in der CL war bei den meisten Meteorologen unbeliebt, da manches mal auch mehr oder weniger berechtigte kritische Nachfragen kamen. Auch Fehlinterpretationen, die zu unliebsamen Konsequenzen bei besonderen Flügen und Maßnahmen führten, waren eine diffizile Angelegenheit – zum Glück kam dies relativ selten vor. Bei schwierigen Entscheidungen durfte auch Auskunftsverschiebung gewünscht werden. Besonders gute Vorhersagen wurden auch anerkannt und der Gipfel war dann eine entsprechende Würdigung z.B. durch den CLSK/LV. So wurde einmal eine Vorhersage zu einer Truppenparade am 7. Oktober gegeben mit der Aussage, dass etwa gegen 11:30h mit Regenschauern zu rechnen sein könnte – was tatsächlich (natürlich rein zufällig) geschah. Generaloberst Reinhold ließ es sich als Teilnehmer dieser Veranstaltung auf der Ehrentribüne am anderen Tag zur CL nicht nehmen, diese „Meisterleistung“ seiner Meteorologen hervorzuheben.

Qualitativ standen die täglichen Wettervorhersagen an den Stellvertreter des Ministers und Chef der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung auf einem relativ hohen Niveau – der persönliche Vortrag vor mehr oder weniger kompetenten Personal stellte an die Psyche des Vortragenden ganz andere Anforderungen als z.B. ein TV-Auftritt vor einem anonymen Publikum oder der Formulierung eines mehr oder weniger globalen Textes für die Medien. Außerdem stand man nach 24 Stunden erneut unter Aussagedruck – vor allem, wenn es Probleme gegeben hatte, d.h. die Vorhersage falsch war. Nicht jeder Meteorologe war souverän genug, diesen Druck auf Dauer zu bewältigen.

Diese Problematik betraf natürlich nahezu alle Flugmeteorologen, die ihre Vorhersage fast immer vor dem fliegenden Personal live vortragen und verantworten mussten. Zusätzliche Schwierigkeiten lagen auch darin, dass ja nicht nur globale Wettereinschätzungen gefragt waren, sondern Angaben zur Wolkenunter- und Obergrenze, zu den Sichtverhältnissen am Boden und im Anflugbereich sowie deren zeit- und räumlichen Veränderungen einschließlich besonders gefährliche Wettererscheinungen vorherzusagen waren. Zum Glück hatte der CLSK/LV eine hohe Meinung zur meteorologischen Wissenschaft, die er selber aber nie hätte ausüben wollen, sie war ihm letzten Endes zu sehr mit Unsicherheiten belastet.

Bei Notwendigkeit musste der MD auch Informationen zur ornithologischen Lage (OL) gegen. Dies geschah in enger Zusammenarbeit mit der Unterabteilung Flugsicherheit auf der Grundlage von Einschätzungen des Instituts für Landschaftsforschung und Naturschutz (ILN) in Greifswald. Dort wurde täglich eine entsprechende Einschätzung der OL und seiner mutmaßlichen Entwicklung an die ZFWW gemeldet. Grundlagen bildeten Angaben meist ehrenamtlicher ziviler Beobachter sowie die vorliegenden ORNOB – Meldungen aller NVA-Flugplätze einschließlich der MD-Wetterstationen, die zur Abgabe von signifikanten ornithologischen Erscheinungen verpflichtet waren. Die Quintessenz dieser Informationen führten bei erkennbaren Gefahren für den Flugbetrieb zu entsprechenden Flugregime – Einschränkungen durch eine entsprechende Anweisung (zur oder nach der CL). Dadurch konnten z.B. Zunahme von Vogelschlägen zu den Hauptzugzeiten deutlich minimiert werden.

Es waren auch besondere Meldungen möglich (nach vorheriger Konsultation). So konnte z.B. der CL-Meteorologe einen Oder-Eis-Erkundungsflug durch eine Mi-8 mit machen. Die Darstellung der Eislage erfolgte auf einer Folie und wurde zur CL am Folgetag im Anschluss an die Wetterlage vorgetragen. und mit großem Interesse zur Kenntnis genommen.

G. Herzog
Diese Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Anmerkung fk:
Dieser Beitrag ist nunmehr in Teilen dem Kapitel 'Einige Anmerkungen zur Geschichte des Meteorologischen Dienstes der LSK/LV, Autor OSL a.D. G.Herzog' entlehnt, dieses befindet sich in dem mittlerweile erschienen Buch
Arbeitsgemeinschaft Geschichte der LSK/LV Strausberg 2009: Erlebtes und Geschaffenes – Beiträge zur Geschichte der Luftstreitkräfte der Luftverteidigung der Nationalen Volksarmee der DDR.
keine ISBN-Nummer, Bestellung via MediaScript Berlin


6. Revision März 2022 ÷ hq » Korrektur einer Datumsangabe
5. Revision Dezember 2010 ÷ hg » Ergänzung Anmerkung #6 um ORDNUNG 046/9/12
4. Revision August 2010 ÷ hg » komplette Überarbeitung / Erweiterung
3. Revision Dezember 2007 ÷ hg » formale Ergänzungen / Änderungen
2. Revision Mai 2007 ÷ hg
1. Revision Dezember 2006 ÷ hg

2. Faktendarstellung 1950 » 1990

Am 31.10.1950 befahl VP-Generalinspekteur Heinz Hoffmann den Aufbau der Dienststelle HVA / Referat z.b.V. Dieses "Referat zur besonderen Verfügung" bildet die Keimzelle der späteren Volkspolizei-Luft - VP-Luft -. Leiter dieses Referats wird VP-Generalinspekteur Heinz Keßler. Auf Befehl des Ministers des Innern der DDR, Willi Stoph, wird zum 01.07.1952 die Kasernierte Volkspolizei - KVP - geschaffen. In diesem Zusammenhang entsteht parallel die VP-Luft und VP-See. Chef der VP-Luft wird Generalinspekteur der VP Heinz Keßler. Als Heinz Keßler 1955 für ein Jahr an eine sowjetische Militärakademie ging, wurde Generalmajor Zorn "mit der Führung" der damaligen "Verwaltung der Aeroklubs" beauftragt.

Die Luftstreitkräfte / Luftverteidigung - LSK / LV - waren eine Teilstreitkraft der Nationalen Volksarmee - NVA - und wurden auf Befehl des Ministers für Nationale Verteidigung Nr. 5/56 vom 21. Febr. 1956 aufgestellt. Bis zum 01. Juni 1957 bestanden die Verwaltungen Luftstreitkräfte - LSK - in Cottbus und Luftverteidigung - LV - in Strausberg nebeneinander. Mit Umbenennung in Kommando der LSK / LV und Verlegung zum Standort Eggersdorf bei Strausberg, wurde der Chef gleichzeitig Stellvertreter des Ministers und in dieser Eigenschaft Mitglied des Kollegiums des Ministeriums für Nationale Verteidigung - MfNV -.

Chefs der LSK / LV waren: Die Hauptaufgabe des Kommandos LSK / LV bestand in der Planung der Entwicklung des Systems der Luftverteidigung, der Waffengattungen, Spezialtruppen und Dienste auf der Grundlage der Vorgaben des MfNV sowie die Organisation, Planung und Führung der Handlungen der LSK / LV zur Gewährleistung der Unantastbarkeit des Luftraumes der ehemmaligen DDR. Das Kommando hatte ihre Kräfte und Mittel zur Unterstützung der Land- und Seestreitkräfte in Gefechten und Operationen bereitzustellen. Mit Befehl Nr. 3/61 des Ministers vom 08. Febr. 1961 wurden die Kräfte und Mittel der LSK / LV in das Diensthabende System - DHS - des Vereinten Kommandos der Warschauer Paktstaaten integriert. Die LSK / LV setzten sich aus drei Großverbänden (1. LVD in Cottbus, 3. LVD in Trollenhagen / Neubrandenburg und dem Führungsorgan der Front- und Militärtransportfliegerkräfte (FO FMTFK) in Strausberg) zusammen, deren Einheiten ihren Ursprung in den Aeroklubs hatten. Zur Erfüllung der Aufgaben hatten die LSK / LV einen Personalbestand von ca. 35000 Armeeangehörigen und Zivilbeschäftigten. Sie verfügte Ende der 1980er Jahre über 64 strahlgetriebene Ausbildungsflugzeuge, 392 Jagd- und Jagdbombenflugzeuge, 20 Transportmaschinen und 184 Hubschrauber unterschiedlicher Typen und Modifikationen. Es standen 28 Flugplätze und 10 Autobahnabschnitte - davon 7 in Reserve - für Start und Landungen zur Verfügung. Die Raketen- und Luftverteidigungseinheiten hatten 530 Raketen zur Luftabwehr in Höhen über 500 m und ca. 2000 Raketen in Höhen unterhalb 500 m in ihrem Bestand.

Die Militärflieger unserer Nationalen Volksarmee tragen mit Stolz an ihrer Klassifizierungsspange das Symbol für die Anzahl der von ihnen geflogenen Flugstunden von 500 bis 10000. Mit jedem Start war und ist bei ihnen die Gewißheit vorhanden, daß die Bodendienste alle erforderlichen Bedingungen geschaffen haben, die Erfüllung der befohlenen Flugaufgabe zu gewährleisten. Andererseits ist sich der Militärflieger des Auftrages bewußt, allein oder im Kollektiv seiner Besatzung, die tausendfachen Anstrengungen der Spezialisten aller Richtungen durch seine Handlungen zum Erfolg zu bringen.

Diese Wechselwirkung auf der Grundlage eines unbedingten Vertrauens und einer hohen Verantwortung für die Erfüllung der Pflichten durch jeden Beteiligten bildet Charaktere mit einer hohen politischen und militärischen Zuverlässigkeit und fasziniert immer wieder neu jeden, der in die inneren Zusammenhänge Einblicke erhält.

An der Spitze aller Dinge steht der Mensch, der hier prägnant die komplizierte, sich ständig entwickelnde Technik beherrscht. Davon berührt sind die Angehörigen der Stäbe, Führungsstellen und Dienste, das fliegende und technische Personal, die Spezialisten der Flugnavigation, der Meteorologie, des Nachrichtenwesens, der Funkmeß- und elektronischen Datenverarbeitung und viele andere mehr, zu denen auch all jene gehören, die militärische Flugsicherungsaufgaben erfüllen.
...

W. Reinhold
Stellvertreter des Ministers und Chef der Luftstreitkräfte und Luftverteidigung

Auszug aus dem Vorwort zum Buch » Militärische Flugsicherung « von G. Hiemann - Militärverlag der DDR - vom 12.11.1986

Nachfolgend eine offizielle historische Aufnahme, die zum besonderen Anlass hergestellt wurde und mit der insbesondere der sich im Aufbau befindliche Flugmeteorologische Dienst gewürdigt wurde und gleichzeitig Teile der Bewaffnung bzw. Einsatzmittel offengelegt wurden:
NVA, Ballonmessung bei der Flugwetterwarte Fotograf » Junge, Peter Heinz 1957 Zentralbild/Junge 26.2.1957
"Zum Tag der Nationalen Volksarmee am 1. März 1957. Bei den Luftstreitkräften UBz: Die Kenntnis der Windrichtung und der Windstärke in den einzelnen Luftschichten ermöglicht dem Piloten eine genaue Kursberechnung. Die notwendigen Angaben dazu erhält er von der Flugwetterwarte, die täglich mindestens zwei Ballonmessungen durchführt."

    Abbildung Copyright by Bundesarchiv » siehe Bildrand rechts

Links eine der ersten Belobigungsurkunden um 1953. Man beachte den damaligen Dienstgrad von Armeegeneral Kessler „Generalmajor der Flieger“ und darüber „Chef der Volkspolizei Luft“.

Die Aufnahme rechts stammt vom Dach der Flugleitung Kamenz, die Flugzeuge im Hintergrund sind Jak-18U mit mit Spornrad, sie wurden 1958 / 59 an die GST übergeben.

Die Flugzeuge und Hubschrauber der NVA-Luftstreitkräfte stammten größtenteils aus sowjetischer, teils auch aus tschechoslowakischer Produktion. Bis 1955 waren im Bestand der Fliegerkräfte hauptsächlich folgende Typen: Der Einsatz im Diensthabenden System erfolgte ab Dezember 1961 mit MiGs und z.T. Jak-11.

Schulflugzeug JAK 18
Schul- und Übungsjagdflugzeug JAK 11
Jagdflugzeug MiG 15     Abbildungen Copyright by FlugRevue

Ab den 1960er Jahren bis 1990 bildete die MiG-21 bzw. MiG-23 in vielfältigen Modifikationen sowie später auch Suchoi-Jagdbomber die Hauptwaffe der DDR-Jagdflieger. Die ab 1988 eingeführten 24 Maschinen des Typs MiG-29 wurden nach der Wiedervereinigung von der Luftwaffe für einige Jahre in die Bundeswehr übernommen.

MiG 21 × Modifikation PFM     beide Abbildungen Copyright by Wikipedia.de MiG 29 der Ungarischen Luftstreitkräfte

Bei den Hubschraubern bildeten die 1968 eingeführten Mi-8 bzw die Anfang der 70iger Jahre eingeführten Mi-14 / Mi24 bis 1990 den Hauptteil der Bewaffnung. Dabei diente die Mi-8 als Kampf- und Mehrzweckhubschrauber, die Mi-14 als U-Boot-Jagd- und Minenbekämpfungshubschrauber und die Mi-24 als reiner Kampfhubschrauber.

MI 14 der polnischen Streitkräfte MI 24 × Modifikation CP     Abbildungen Copyright by Wikipedia.de

Der - zivile - Meteorologische Dienst der DDR entwickelte sich über folgende Institutionen:
1952 - 1990 regionale Ämter für Meteorologie als staatliche Einrichtung des Min. des Innern bzw. des Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft für die Leitung und Planung der Arbeit auf dem Gebiet der Meteorologie zur wissenschaftlichen Erforschung und Wertung der meteorologischen Zustände und Vorgänge sowie ihrer Wechselbeziehungen zur Umwelt.

Die Zentrale des Meteorologischen Dienstes der DDR befand sich in Potsdam, Michendorfer Chaussee 23, unweit des sogenannten "Einstein-Turmes". Im Rahmen der Umstrukturierung befindet sich derzeit dort eine Einrichtung des Deutschen Wetterdienstes.

Im Bild ist im Hintergrund das alte Hauptgebäude und links ein Teil des ehemaligen Instrumentenamtes zu sehen. Abbildung Copyright 1995 by DWD.de

Auf diesem Gelände befand sich ehemals das Preußische Meteorologische Institut. Am 6.4.1934 erließ die nationalsozialistische Regierung Deutschlands eine Verordnung über den “Reichswetterdienst”. Dieses Institut wurde auf der Basis dieser Verordnung mit seinen zugeordneten Observatorien am 7.7.1934 dem Reichswetterdienst - RWD Bezeichnung der Behörde: “Reichsamt für Wetterdienst” beim Reichsluftfahrtministerium eingegliedert.

Die Abteilung Meteorologischer Dienst der LSK / LV wurde im Zusammenhang mit den Umstrukturierungsmaßnahmen am 01. Juni 1957 gegründet. Zuvor hat es - einzeln handelnde - Flugwetterwarten auf einigen genutzten Flugplätzen gegeben.

Aus diesen Anfangsjahren zwei historische Aufnahmen von mobilen Flugwetterwarten, auf die am Beginn des Aufbaus des Meteorologischen Dienstes der LSK / LV größerer Wert gelegt wurde als in den späteren Jahren der geschützen Entfaltung der ZFWW und den FWW der Verbände in Schutzbauwerken.

H6A am Flugplatz Neubrandenburg 1963 G5 mit Hänger vor der ZFWW in Strausberg 1965     Abbildungen Copyright hg

Leiter der Abteilung Meteorologischer Dienst waren: Leiter der Zentralen Flugwetterwarte waren:
Vom Anfang bis 1978 befand sich der MD und die ZFWW im Kommando LSK / LV in Strausberg in der inneren Zone im Stabsbereich direkt neben dem ZGS-14 im gleichen Gebäude. Die Arbeitsbereiche lagen unmittelbar zusammen, so daß sich insbesondere ein kurzer Dienstweg zwischen dem LMD und dem LZFWW ergab. Siehe dazu auch die größere Darstellung des Standortes Strausberg unter Ansichten.

Rot » Im Erdgeschoss Bereich der Arbeitsräume des LMD und seiner Mitarbeiter bis 1990, des LZFWW und der ZFWW bis 1978

Grün » Im Bereich des 1. & 2. Geschosses - entkernt - Bereich des ZGS-14 mit Führungssaal bis 1978

Gelb » Stabsgebäude mit den Arbeitsräumen des Chefs LSK / LV bis 1990

Magenta » Bereich des Schutzbauwerkes des ZWGS-14 / HFS-5 ab 1978 bis 1990. Zu erkennen ist die Erdaufschüttung auf der gewölbten Bauwerksdecke
Dienstgebäude »U2« im Detail. Im Erdgeschoss befand sich der Bereich der Arbeitsräume des LMD und seiner Mitarbeiter bis 1990, des LZFWW und der ZFWW bis 1978. Im linken - hier nicht sichtbaren Teil des Gebäudes - im Bereich des 1. & 2. Geschosses - entkernt - der ZGS-14 mit Führungssaal bis 1978.

Ursprünglich sollte die ZFWW bei der Eröffnung des FBZ Räume im TO-01 beziehen. Und zwar im 2.Untergeschoss die Räume 237/1, 238 & 238/1. Siehe dazu auch die größere Darstellung unter Ansichten.

Alles war vorbereitet: die Räume mit Wetterwartenüblichen, speziell hergestellten und angepassten Möbel ausgerüstet, alle notwendigen Kabelverbindungen gelegt und vorbereitet - teilweise sogar angeschlossen, Trainings für DM & WIZ wurden durchgeführt UND dann traf kurz vor der Eröffnung des Bauwerkes der Befehl ein, die Räume werden für etwas anderes benötigt, und es bleibt ALLES in den alten Räumen so installiert, wie vorbereitet.

Dies führte doch längere Zeit zu Stress im Bereich MD / ZFWW und war sicherlich eine Entscheidung, die die ZFWW und ihr Personal sehr hart traf.

In Folge wurde dann Räume des TO-02 im Bereich des Überganges zum TO-01 belegt. Für die Wetterinformationszentrale - WIZ - gab es dabei ein Zwischenspiel. Sie war vorübergehend oberirdisch im Dienstgebäude TO-03 entfaltet. Dies war zurückzuführen auf die zuvor genannten Gründe, die notwendige technische Vorbereitung der Räume im TO-02 konnte schlichtweg nicht mehr zum befohlenen Umzugstermin bewältigt werden.


Die ZFWW belegte die Räume 302 bis 307. Links neben dem Raum 301 folgte der Schleusenbereich des TO-02 im Bereich des unterirdischen Überganges zum TO-01.

Im Raum 302 befanden sich die Arbeitsplätze des DM und des OFWD, sowie bei Bedarf für bis zu drei weitere Meteorologen. Es folgte ein kleiner Raum, hier wurden manuell Karten gezeichnet, zusätzlich befand sich hier KW-Empfangstechnik. Danach folgte der Raum 304, der Raum der WIZ. Hier waren alle wesentlichen nachrichtentechnischen Systeme konzentriert. Danach wieder ein kleiner Raum in dem die MD eigene FS-Vermittlungstechnik installiert war. Im nachfolgenden Raum 305 waren die Rechnersysteme für das Wetterinformationsystem POGODA und für das Wetterbildempfangssystem WILMA-4 untergebracht. Der nachfolgende kleine Raum 307 wurde nur bei speziellen Übungen genutzt. In ihm war dann temporär die benutzte Verschlüsselungstechnik plaziert.


Die Räume hier im maszstabgerechten 3D-Modell von M.Rassau dargestellt, welches auf den originalen Bauplänen von 1978 beruht. Auf der rechten Seite ist oben der Notausgang und unten rechts der Gang in Richtung Haupteingang am Kopfbau des TO-02 zu sehen. Im unteren Bereich sind Teile der nächsten 'Parallel-Röhre' zu sehen, dort war die Übertragungsstelle des FBZ entfaltet.

Alle Räume wurden mehrfach im Sinne einer effektiveren Platzausnutzung im Rahmen von Revisionen umgebaut, dies besonders intensiv im Jahre 1990. Diese Räume im TO-02 wurden bis zur Bauwerkschließung beibehalten.
Die Diensthabende Besatzung des MD im FBZ umfasste:
  • 1 Diensthabenden Meteorologen, 1 Offizier Flugwetterdienst, beides diplomierte Berufsoffiziere;
  • 1 Diensthabenden Wetterinformationszentrale, i.d.R. ein FS-Ing. mit Fähnrichsdienstgrad;
  • 5 Wettertechniker, i.d.R. Unteroffiziere auf Zeit, ab 1985 auch weiblich.
Nachdem der "Fuchsbau" im November 2005 durch das Technische Hilfswerk wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, habe ich am 12.11.2005 die Möglichkeit einer Besichtigung genutzt.

Der Zugang erfolgte über den ehemaligen Lasteneingang. Der erste Eindruck war für mich nicht so schlimm wie es nach ca. 10 Jahren ohne Belüftung zu erwarten gewesen wäre.

Bei dieser Gelegenheit habe ich die ehemaligen Räume der ZFWW nach ca. 20 Jahren das erste mal wieder betreten. Wie bei allen übrigen Räumen gab es auch hier keine Hinweise auf ihre frühere Nutzung. Im Vergleich zu manch anderen Räumen war hier auffällig, dass kein Gerümpel herum lag.

Dr. Albrecht
LZFWW von 1983 bis 1986

Abschließend ein Scan eines Originals einer Projektionsfolie welche im Gefechtsführungsraum des ZGS einmal mittels der Groß-Projektoren des Systems ALMAS dargestellt wurde. Leider verfüge ich nicht über die Technologie, es in besserer Qualität zu kopieren. Mit optimistischer Einstellung sind die damaligen Luftkorridore innerhalb der DDR mit einigen Zielmarkierungen der Luftraumüberwachung zu erkennen. Der Auszug der Filmfolie für jeweils eine Darstellung hat dabei die Maße von 12.5 × 9 cm, der Ausschnitt für die Projektion selbst ist 11 × 7.5 cm groß.

Es handelt sich um mein persönliches Exemplar. Es wurde so allen Offizieren, Fähnrichen und Berufsunteroffizieren, die zum 10. Jahrestag des FBZ im November 1988 in der Dienststelle schon etwas länger gedient hatten als persönliche Erinnerung übergeben. Das System war in der DDR einzigartig, es wurde als erstes nach dem 03.10.1990 von der neuen Armee-Führung demontiert und verschrottet. Bald hatte man genau dies bedauert ...


6. Revision Februar 2011 ÷ fk » Erinnerungsumschlag FBZ 1988 ergänzt
5. Revision Dezember 2010 ÷ fk » Text zum Reichswetterdienst in Potsdam ergänzt
4. Revision August 2010 ÷ fk » Urkunde aus 1953 ergänzt
3. Revision April 2010 ÷ fk » Abbildung aus Bundesarchiv ergänzt
2. Revision April 2008 ÷ fk
1. Revision Dezember 2006 ÷ fk

3. Darstellungen markanter Eckpunkte 1952 » 1994

Pirna 1952 / 53, Schloß 'Sonnenstein', Teilnehmer des 2. Meteorologen-Lehrganges
Strausberg Oktober 1972, ZFWW, im Hintergrund ist die Darstellung der Wetterlage für den DH ZGS-14 zu erkennen. Solche Aufnahmen wurden damals mit den Entlassungskandidaten offiziell angefertigt und als Erinnerung übergeben
Kamenz Jan / Feb. 1975, OHS, Teilnehmer eines Qualifizierungs-Lehrganges
Drewitz 1980+X, JG-7/JBG-37, Teilnehmer einer der jährlichen Leitertagungen des MD
Neubrandenburg April 1989, 3.LvD, Erinnerung » anläßlich des Ausscheidens aus dem aktiven Wehrdienst unserem Leiter des Meteorologischen Dienstes der LSK / LV Oberst R.Hinniger überreicht
Fürstenwalde Mai 1990, FBZ, es wurde die sich erstmalig bietende Möglichkeit genutzt, den Führungskräften des MD den ZGS-14 komplett zu zeigen
Strausberg 11.09.1993, Kdo. LSK / LV
Fürstenwalde 05.03.1994, FBZ
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